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Darum geht die Debatte


Kreisel um Kreisel wird gebaut. Der Langsamverkehr (FussgängerInnen und Velofahrende) wird dabei sträflich vernachlässigt. Zebrastreifen befinden sich dort, wo Autos auf die Einfahrt warten und Velofahrende müssen von Glück reden, wenn sie heil wieder die Ausfahrt erreichen.
Warum sind im Kanton Baselland nur Autofahrende wichtig? Hat von den Planenden schon mal jemand versucht, mit einem Rollstuhl von A nach B zu kommen? Ist der Mensch nur mit 4 Rädern etwas wert? Vielleicht ja jemand eine vernünftige (!) Antwort.

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Nicht ganz ernst zu nehmen, aber ich sehe das Problem nicht so.

Wenn ich Velo fahre, nehme ich am Kreisel ohnehin nicht den Veloweg, denn der wird meist mit dem Fussgängerstreifen zusammen geführt und das Velo hat überall keinen Vortritt. Da könnte man sich den Velostreifen besser sparen. Als Velofahrer nehme ich am Kreisel die Autospur. Wenn ich mit dem Velo sehe, dass der Veloweg wieder mal ins Nirwana umgeleitet oder an eine Keinvortrittsstelle geführt wird, dann wechsle ich halt rechtzeitig vorher auf die Strasse. Einen Veloweg, den ich nicht vollständig überblicken kann, den nehme ich nicht, dafür wurde ich schon zu oft verarscht.

Als Fussgänger hingegen habe ich eh überall auf dem Fussgängerstreifen Vortritt und der Fussgngerstreifen ist dort, wo die Autos ohnehin meistens kurz halten müssen, da sehe ich gar kein Problem.

Mit dem Rollstuhl habe ich es noch nie probiert, aber da gilt eigentlich dasselbe, wie bei den Füssgängern: er hat eh Vortritt.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 25. August 2010 Verstoss melden
Heute habe ich mal darauf geachtet. Was mir vor allem auffiel ist, dass der Veloverkehr an jedem Kreisel wieder anders geführt wird ... auch keine ideale Voraussetzung; also die Velomarkierunegn am besten gleich ignorieren. Und genau so wie ich es im Kopf hatte, ist es nirgens.

Bei Velowegen ist das Hauptproblem, dass selten klar ist, was wie wo und wohin.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 25. August 2010 Verstoss melden
Das mit dem Rollstuhl schieben würde ich mal ausprobieren, so wegen Vortritt und so. Bei jedem Randstein darf man ihn kippen und die Geduld von gewissen Verkehrsteilnehmern ist nicht riesig. Betreffend rasendem Langsamverkehr: die Höchstgeschwindigkeit dürfte auch bei Ihnen deutlich unter dem von motorisierten Verkehrsteilnehmern liegen - sorry, wenn ich das so deutlich sage ;-)
Pia Fankhauser - Landrätin, Mitglied VGK, SP 27. August 2010 Verstoss melden
Also den Veloweg nur nehmen wenn er einem genehm ist und sonst nicht. Dann schaffen wir die am besten wieder ab. Es gibt immer gute Gründe wie so ein Weg geführt wird. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob dieses Verhalten nicht gegen das Strassengesetzt ist.

Denn Verkehr beschleunigen in der Stadt. Nein danke, da muss man eh immer schauen ob die Fahrer einen sehen. Wenn sie noch mehr aufs Gas achten, dann bracht man keine Fussgängerstreifen mehr sondern Über- oder Unterführungen. Und mit Kreisel habe ich eher gute Erfahrungen gemacht, solang sie richtig eingesetzt werden. Denn so werden Unfallkreuzungen entschärft. Die Geschwindigkeit ist nun mal nicht alles.

Bei den Rollstühlen muss ich Pia recht geben, da ich es selber erleben konnte. Vielen Autofahrer ist es nicht klar, das man nicht einfach losmarschieren kann, da man oft ein Randstein um Weg hat.
Claudia Boesch - kandidiert für Stadtrat Thun, GLP 27. August 2010 Verstoss melden
Ich hatte mit dem Velo noch nie Probleme am Kreisel; und als Autofahrer passe ich mich dem Verkehr an: Wenn Velos, Autos oder Fussgänger da sind, fahre ich langsamer. Wenn ich allein bin, und auch sehen kann, dass ich allein bin, dann brettere auch mal mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit drüber. Schliesslich darf ich das. Genauso wie ich bei anderen absichtlich gelegten Verkehrsbehinderungen (Schwellen, etc.) aus Protest ganz sicher nicht bremse, sondern die erlaubte Höchstgeschwindigkeit mittels Tempomat auf den Stundenkilometer genau ausnutze. :-p
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 27. August 2010 Verstoss melden
Ich aber mit Velos, welche einfach reinfahren nicht schauen usw. Und zwar egal ob ich mit dem Auto oder mit dem Roller unterwegs bin. Alle halten schauen, das Fahrrad fährt einfach rein. Schon ein paar mal sah ich die Ambulanz am kommen. Zum Glück reagierten die Autos im Kreisel genung schnell.
Ach ja, alleine ist man nie, auch wenn man dies glaubt. Es kann immer mal wieder jemand reinkommen. Und wegen solchen einstellungen braucht es die Schwellen. Dein Fahrzeug wird dir diese Fahrweise danken. Oft sind sie ja auch bei Schulen oder bei Tempozone 30 eingesetzt.

Ich fahre auf bestimmten Strecken auch nicht immer nur Höchstgeschwindigkeit. Doch erschreckt es mich, wie oft ich doch noch bei 5 km/h und etwas mehr überholt werde. Ja wie ich auf der Autobahn bedrängt werde, rüberzugehen, eine Schnellbremsung zu machen damit man seine 140 und mehr fahren kann. Dies obwohl vormir die Autos nicht schneller fahren.
Claudia Boesch - kandidiert für Stadtrat Thun, GLP 28. August 2010 Verstoss melden
Und da ich vor kurzem einen Unfall auf der Autobahn hatte. Weiss ich was passieren kann, wenn man nicht wirklich schaut. Da ist einer in mich rein, obwohl seit Kilometern eigentlich nur Stop und Go gefahren wurde. Er beschleunigte beim Go und passte nicht auf. Ich hatte immenses Glück, dass ich heil aus dem Auto rauskam und nur mein Rücken probleme macht.
Claudia Boesch - kandidiert für Stadtrat Thun, GLP 28. August 2010 Verstoss melden
KLar ist schnell etwas passiert. Darum fahre ich bei Velos immer mit gutem Abstand und nicht zu schnell vorbei.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 28. August 2010 Verstoss melden
Sorry aber das dachte derjenige welche in mich reinfuhr wohl auch. Es ist egal was auf der Strasse ist oder nicht. Man muss immer gleich fahren sonst ist was passiert. Was soll amn dann sagen, wie beim mir, ich habe es zu spät gesehen? Das bringt nichts mehr.
Claudia Boesch - kandidiert für Stadtrat Thun, GLP 29. August 2010 Verstoss melden
Was Marc sagt stimmt aber leider schon in den meisten Fällen, in aller Regel sind Velowege so gefühgrt, dass er den Velofahrer mehr behindert, als dass er hilft.
Und oftmals werden dann kreuzungen (wie an einem Kreisel) dann so geführt, dass die Velos dann keinen Vortritt haben, den sie im Kreisel drin genau wie die Autos hätten.
Somit sind die Velospuren meist nur etwas für die Sonntagsfahrer, aber die Vielvelofahrer behindern sie nur. Und dummerweise ist man von gesetzteswegen verpflichtet einen Velostreifen/-weg auch zu benützen, wie dumm er auch angelegt sein mag....
Andreas Burger - SP 30. August 2010 Verstoss melden
Claudia, so tragisch das im Einzelfall ist, es kann immer mal passieren, dass man einen anderen Verkehrsteilnehmer übersieht oder eine Situation falsch sinschätzt. Aber deshalb kann man auch nicht überall alles ausbremsen. Wenn ich mich übertrieben ausgebremst fühle, hat das auch wieder Rückwirkungen auf meinen Fahrstil; je mehr Verantwortung man mir lässt, desto verantwortungsvoller fahre ich. Je mehr man mir Vorschriften macht, desto penibler halte ich micht daran, auch dann, wenn es nicht sinnvoll ist, oder die penible Einhaltung der Vorschrift viel gefährlicher ist.

Ein Beispiel: Wenn rechts die Spur frei ist, ich aber nicht rechts weiterfahren darf, weil irgend so ein Idiot stur auf dem Mittelstrefen fährt und ich nicht rechts an ihm vorbei dar, dann ziehe ich aus Protest knapp hinter ihm in einem Zug von der rechten auf die linke Spur, überhole ihn und ziehe knapp vor ihm wieder nach rechts. Damit habe ich das Gesetz eingehalten, wenigstens bin ich nicht rechts vorbei gefahren.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 31. August 2010 Verstoss melden
Velowege sind da, um die Velofahrer zu schützen, nicht um den best möglichsten Weg zu finden.

@Marc
Sture Mittelfahrer sind auch mir ein Dorn im Auge. Ich selber musste aber schon erleben, dass obwohl weiter vorne einer Rechts fährt und ich schneller bin als dieser und immer näher komme einer dein Manöver macht. Auch wenn die linke Spur frei ist. Daher braucht es eben die Regeln welche wir haben.

Und mit das kann immer mal passieren ist keinem geholfen. Schon gar nicht wenn er bleibende Schäden hat.

So viele Langsamzonen gibt es auch wieder nicht und oft haben sie einen guten Grund. Wo man sicher was machen könnte, wäre bei den Baustellen auf der Autobahn. Da frage ich mich manchmal, ob man wirklich von anfang an alles absperren muss oder ob die Sperrung nicht wandern kann. Mit dem Heutigen System weiss man ob nicht, wo man was macht. Zudem sollte es möglich sein, Nachts oder bis spät in den Abend zu arbeiten.
Claudia Boesch - kandidiert für Stadtrat Thun, GLP 31. August 2010 Verstoss melden
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Kreisel verschlimmern die Verkehrssicherheit des Langsamverkehrs (eigene Erfahrung auf dem Arbeitsweg zu Fuss und per Velo), wenn diese so gebaut sind, dass man mit dem Auto ohne grosse Mühe praktisch geradeaus durchfahren kann. Viele einfahrende Automobilisten treten dann nämlich noch aufs Gaspedal, kurz vor einem Fahrzeug, das sich bereits mit Vorfahrtsrecht im Kreisel befindet, um schnellstmöglich durchzukommen.

In einem wirkungsvollen Kreisel müsste die Fahrbahn leicht nach aussen abfallen und die Einfahrt so steil sein, dass man mindestens in den zweiten Gang runter schalten muss. Nur so ist das langsame Durchfahren des Kreisels zwingend und der Langsamverkehr hat eine Überlebenschance. Zudem muss die Innendekoration des Kreisels so beschaffen sein, dass bei einer zu geraden Druchfahrt Schäden am Auto in Kauf genommen werden müssten.
27 Kommentare
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Ich sehe viel mehr ein Problem darin, dass viele Fahrradfahrer absolut keine Ahnung haben wie so ein Kreisel zu befahren ist. Es fehlt auch oftmals die nötige Disziplin von Automobilisten in Sachen Vortritt und Verhältnismässigkeit. Achten Sie sich mal wieviele nicht fähig sind das Reissverschluss Manöver zu benutzen wenn das Verkehrsaufkommen sehr gross ist - jeder nimmt sich eben zu wichtig. Diese "Ich zuerst" Mentalität hält sich sehr gut in dieser Gegend.
Dino Ebener 23. April 2010 Verstoss melden
Regeln sind ja gut, wenn sie denn kontrolliert werden. Sehe viele links blinkende Autos im Kreisel, aber nie jemand, der dies nett kommentieren würde...Dafür lauern die Radarfallen. Wenn sich Kreisel aber schon epidemisch ausbreiten, erwarte ich auch mehr Sicherheit. Wozu sind sie sonst gut? Es gibt die Möglichkeit von Aufpflästerungen, damit die Einfahrt verlangsamt wird. Diese hätten den Vorteil, dass Rollstühle quasi erhöht und hindernisfrei queren könnten. In gewissen Kantonen werden die VelofahrerInnen mit dem Fussgängerstreifen aussenrum geführt. Kenne jetzt keine Studien, aber diese Lösung ist sicher besser, als das was wir haben in unserem Kanton: gar nichts.
Pia Fankhauser - Landrätin, Mitglied VGK, SP 23. April 2010 Verstoss melden
Grüezi Frau Fankhauser
Ihre Interpellation 2008/069 ist ja leider kläglich gescheitert, oder wie es im Protokoll vom 12.3.09 heisst "erledigt". Ich hoffe, es haben sich seit dem 19.1.09 keine weiteren nennenswerten Unfälle in dem Kreisel ereignet.

Vielleicht ist es Zeit für eine Motion? (Sofern nicht schon anderweitig eingebracht.) Ich könnte mir vorstellen, dass Kreiseleinfahrten zur weiteren Verkehrsberuhigung ab ca. 100 m vor Kreisel auf Tempo 30 oder gar 20 (Begegnungszone) reduziert würden. So würde der Langsamverkehr zu einem ebenbürtigen Verkehrsteilnehmer in der Kreiselzone.

In Ortschaften mit vielen Kreiseln würde dies faktisch zu einer grossräumigen Begegnungszone im Ortskern führen und vielleicht den einen oder die andere AutofahrerIn zum Umstieg auf den öV oder aufs Velo verleiten. Mehrere Fliegen auf einen Schlag.
Thomas Kalau - Präsident glp Oberaargau, GLP 7. Mai 2010 Verstoss melden
@Dino Ebener: Stimmt, viele Fahrradfahrer haben keine Ahnung, wie ein Kreisel richtig funktioniert, viele sind aber auch einfach zu vorwitzig und denken, mit meinem "kleinen" Gefährt kann ich noch schnell vorne durch sausen (im Wissen, wie es eigentlich funktionieren würde - à propos "ich zuerst"). Und dann gibt's die Verkehrsteilnehmer - Auto-, Motorrad- und Velofahrer, aber leider auch Fussgänger - die auf ihr Vortrittsrecht pochen - und dann häufig den Kürzeren ziehen. Deshalb befürworte ich eine generelle Verkehrsberuhigung im Kreiselbereich (siehe oben), damit die Situation für alle entschärft wird, ohne grosse bauliche Investitionen.
Thomas Kalau - Präsident glp Oberaargau, GLP 7. Mai 2010 Verstoss melden
Danke für das politische Coaching :-). Interpellationen können nicht scheitern, da sie einfach beantwortet werden und dann eben erledigt sind. Werde mich also in die Strassenverkehrsordnung einarbeiten (müssen) um dann - wie oben erwähnt - eine Motion zu starten. Halte euch auf dem Laufenden!
Pia Fankhauser - Landrätin, Mitglied VGK, SP 7. Mai 2010 Verstoss melden
Ist ihnen schon mal in den Sinn gekommen dass all jene die nicht anhalten vor einem Kreisel genau jene sind, welche vorausschauend in den Kreisel fahren. Weil Sie sehen, dass es ohne bremsen reicht da durch zu kommen?
Ich nenne dies ökologisches Fahren!

Wenn ich mit meinem LKW in einen Kreisel fahre und jemand hinter mir hupt, welcher nicht ungehindert seine Runde fortsetzen kann, nur weil ich hinter meinem Sitz noch weitere 18m nachschleppe, dann habe ich alles richtig gemacht. Denn meine 40 Tonnen zu bremsen und wieder zu beschleunigen ist weniger ökologisch als wenn dies ein PW tun muss. Und wenn der dann auch noch Zeit hat zum hupen, war es nicht gefährlich, denn wenns knapp wird, dann hat er keine Zeit mehr zum hupen!

UND: Wenn es möglich ist fahre ich GERADEAUS durch einen Kreisel. Ob mit PW oder LKW! Kürzeste Strecke, weniger Kurven = ökologischter Weg!

Der Verkehr muss nicht weiter verlangsamt werden, denn dies ist ökologischer Schwachsinn. Er muss besser getrennt werden.
Roger M Mellert - BDP 9. Mai 2010 Verstoss melden
Und das Bewusstsein, dass man im Verkehr schneller verliert als gewinnt mus aufkommen. Dann wird man auch nicht mehr wütend wenn man mal den Kürzeren zieht.
Sehe ich einen LKW welcher in den Kreisel fahren will, aber noch nicht anhielt, dann verlangsame ich soweit, dass er ohne komplett anzuhalten einfahren kann. Egal ob ichmit dem PW oder LKW unterwegs bin.
Wenn ein LKW auf der Autobahn auf die linke Spur blinkt, dann lasse ich Ihn ausscheren bevor er dem Vorderman am Arsch klebt und dann nach dem ausscheren neu beschleunigen muss. So ist der Überholvorgang nicht nur ökologischer sondern auch schneller abgeschlossen. Denn ausscheren wird der LKW so oder so! Irgendwann sieht er jedoch ein Auto im toten Winkel nicht, welches noch schnell vorbei murksen will und dann fehlt eben jenes.
Allgemeines Verkehrsverständnis muss gefördert und Schilder/Gesetzes-Wald gerodet werden.
Roger M Mellert - BDP 9. Mai 2010 Verstoss melden
*Allgemeines Verkehrsverständnis muss gefördert und Schilder/Gesetzes-Wald gerodet werden. *

...sieh an wenn Sie selber betroffen sind....

Wollen Sie den Gesetzesdschungel roden...

aber dann kräftig das Rauchverbot düngen....

das nenne ich Wasser predigen und Wein trinken !!!!
Schneider O - Parteilos 9. Mai 2010 Verstoss melden
Wenn Sie meinen...

Jedoch gefährde ich nicht mit Ignoranz und Vorsatz die Gesundheit anderer, so wie Sie es tun.

Das meinte ich schon im anderen Beitrag, wo ich Sie beschuldigte Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Das tun Sie hier schon wieder.

Ich bin, wie schon öfters erwähnt gegen neue Verbote, solange man anders ein Problem angehen kann. Im Verkehr muss man dies, und es gibt gute Ansatzpunkte. Z.B. Respekt/Vortritt des stärkeren anstatt des Schwächeren. Dass der Schwächere Vortritt haben soll ist idiotisch, wenn man bedenkt dass es etwas ist was gegen die Naturgesetze geht und der Mensch somit mit Konzentration anwenden muss.

Ihre Raucherei und Ihre Philosophie ist eben auch gegen die NAturgesetze und somit stupid. Sie können nicht einen Fehler im System mit einem Fehler in ihrem Kopf vergleichen. Den einen müssen WIR lösen, den anderen SIE alleine.
Roger M Mellert - BDP 9. Mai 2010 Verstoss melden
@Roger Mellert: "das Bewusstsein, dass man im Verkehr schneller verliert als gewinnt mus aufkommen" - Sie haben gut Reden mit 40 Tonnen! Die letzten beiden Male, als ich mit dem Fahrrad im Kreisel beinahe unter die Räder kam, war ich bereits im Kreisel, und die Autos hätten mich eigentlich durchlassen müssen - von wegen vorausschauend fahren. Auch Velos sind Verkehrsteilnehmer. Und mit Ihrem 40-Tönner gerade aus durch den Kreisel fahren ist gemeingefährlich. Gerade deshalb müssen Kreisel so gebaut sein, dass auch Sie mit Ihrem Schlepper die anderen Verkehrsteilnehmer im Kreisel respektieren, v.a. den Langsamverkehr.
Thomas Kalau - Präsident glp Oberaargau, GLP 9. Mai 2010 Verstoss melden
Ist Ihnen eigentlich bewusst, dass Kreisel FAHREN mit einem LKW gefährlicher ist für Velos als Kreisel überqueeren? Sitzen Sie mal in ein solches Teil und fahren Sie um einen Kreisel. Sie werden staunen, dass sie so viel NICHTS sehen, was um sie herum geschieht, weil enweder das Heck die Sicht via Spiegel verdeckt oder auf der anderen Seite der Überhang des Aufliegers direkt hinter dem Schlepper (der schert nicht gerade wenig aus!)

Nein, nicht noch langsamer und noch enger um die Kreisel, Velowege schaffen. Mot Verkehr vom unmot Verkehr trennen.
Roger M Mellert - BDP 9. Mai 2010 Verstoss melden
Aber ich staune immer wieder wie sich Autofahrer, Velofahrer und Fussgänger auskennen mit der Problematik die man als LKW Pilot zu meistern hat. Glauben Sie mir. Ich kenne die Problamatik der Velofahrer, ich benutze meinen Drahtesel oft genug. Ich fahre auch Auto, Motorrad UND LKW. Ich kenne also alle Problematiken von jedem einzelnen und behaupte daher genau zu wissen was man ändern muss.
Wie viele km oder Stunden können Sie auf den jeweiligen Fahrzeugklassen vorweisen?

Es muss nicht enger und langsamer werden. Es muss übersichtlicher werden. Die Bebauung/Gesetze sowie der unmotorisierte Verkehr vom motorisierten getrennt werden muss. Wenn Sie Kreisel noch enger bauen, werden die LKW's noch mehr mühe haben drum rum zu kommen und die Chauffeure werden noch weniger Übersicht haben und Sie folglich noch weniger beachten.
Roger M Mellert - BDP 9. Mai 2010 Verstoss melden
Ist Ihnen eigentlich bewusst was man alles beachten muss um einen Kreisel zu umfahren ohne irgendwo gegen zu fahren, den Vortritt zu nehmen oder die Ladung auf dem LKW über den Haufen zu werfen? Je anspruchsvoller die Kreiselumrundung wird, desto mehr tote Velofahrer müssen wir abends aus den Radkästen puhlen (etwas überspitzt, aber wahr).

Dass Sie im Kreisel nicht beachtet werden wenn Sie schon drin sind, ist ein anderes Problem. Entweder sind Sie schlecht sichtbar für die Autofahrer oder die Autofahrer achten sich zu wenig. Was kann man tun um sicher gesehen zu werden? Licht, Reflektoren, grelle/reflektierende Kleidung.

Ein Velofahrer der übersehen wird ist meist (nicht immer) selber schuld daran. Denken Sie daran, dass Sie das zweitschächste Glied im Verkehr sind! Also schützen Sie doch auch sich am zweitmeisten und machen Sie auf sich aufmerksam...
Die Silouette eines Velos an sich ist sehr spät zu erkennen, wenn der Kontrast nicht extrem...
Roger M Mellert - BDP 9. Mai 2010 Verstoss melden
@Roger Mellert: ca. 80'000 Velo-km, rund 1 Mio Auto-km, ca. 200'000 km mit 3,5-Tönner. LKW und Motorrad kann ich keine Bilanz vorweisen (mein einziger Motorradversuch mit einem Solex endete vor Jahren nach 50 Metern in einer Gartenmauer - und ich habe zwei Cousins die LKW bzw. 18-wheelers fahren, manchmal mit mir als Beifahrer). Aber hier geht's nicht um Vielfahrer, sondern um korrekte Fahrer.

Wenn sich die Ladung in Ihrem LKW im Kreisel über den Haufen wirft, sind Sie als Chauffeur dafür alleine verantwortlich und hätten vielleicht etwas mehr Ihrer kostbaren Akkordzeit für die Ladungssicherung verwenden sollen. Auch enge Passkurven können im LKW mit angepasster Geschwindigkeit gefahren werden (ich fuhr schon manchen Pass hinter 40-Tönnern hoch und runter - diejenigen, die die LSVA und Huckepack aus Preisgründen meiden). Ihre Argumentation überzeugt mich nicht und aus Ihrem Blickwinkel - demjenigen der stärksten Verkehrsteilnehmer - wirkt sie geradezu lächerlich.
Thomas Kalau - Präsident glp Oberaargau, GLP 10. Mai 2010 Verstoss melden
Wäre es nicht einiges sinnvoller, wenn man Fahrrad und Co. gar nicht in den Kreisel lässt und stattdessen rundherum führen würde?

Kreisel verlangsamen den Verkehr bereits jetzt stark (z.b. in Pfungen ZH gibts seit dem Kreisel regelmässig Stau, war früher nicht so). Das ist nicht das einzige Beispiel und bei den Kreiseln, welche ich jeweils (mit AUto) befahre, konnte ich keine unverhältnissmässige Geschwindigkeit feststellen. EIn ebenso grosses Problem im Kreisel ist, dass viele Verkehrsteilnehmer es nicht für nötig erachten den Blinker zu benutzen, was für den Verkehrsfluss auch nicht gerade förderlich ist, da man jeweils nicht weiss, ob man jetzt in den Kreisel fahren kann oder noch nicht.

Ich bin zwar noch ein junger, dafür regelmässiger Autofahrer, aber die hier angesprochenen Probleme sind meiner Meinung nach nur ein kleiner Teil im "Problemkuchen" des Verkehrs/der Verkehrssicherheit der Schweiz.
Michael H - Piraten 10. Mai 2010 Verstoss melden
Natürlich wäre es sinnvoller bei der zukünftigen Planung die Wege der motorisierten und nicht motorisierten Verkehrsmittel zu trennen. Fahrräder sind vergleichsweise leicht einzuschätzen, aber wenn dann die Leute im Sommer auf Rollerblades und andere Gefährte umsteigen wirds unübersichtlich und gefährlich weil man deren Bewegungen und Geschwindigkeit nur sehr schlecht einschätzen kann. Das Hauptproblem ist aber nach wie vor diese 'ICH ZUERST' Einstellung - die militanten Fahrradfahrer die das Gefühl haben sich überall vorbei zu drengeln und nicht auf die Blinker der Autos zu achten, weil - "Hier komm erstmal ich" die Vorherrschaft an sich gerissen hat. Kreisel wären bei anständiger Fahrweise garnicht nötig, aber unsere Mentalität macht uns da einen dicken Strich durch die Rechnung.

PS: LKW's gehören auf keine Überholspur - diese Elefantenrennen sind sowas von lächerlich, vorallem wenn man 3KM fürs tatsächliche überholen braucht und eine riesen Schlange nachzieht.
Dino Ebener 10. Mai 2010 Verstoss melden
LKW und Ladungssicherung:
Es gibt tatsächlich Güter die man entweder nicht sichern darf oder kann und jene die auch gesichert umfallen oder verrutschen können. Genau da sieht man dass Sie KEIN AHNUNG haben von den Problemen die Sie nicht betreffen. Weiter sollten Sie als GLP- Ler wissen, dass man LSVA in der CH nicht umgehen kann. Die kostet auf jeder Strasse für den betreffenden LKW gleich viel. Über den Gotthard fährt man nur, wenn man Gefahrgut geladen hat, weil der Tunnel dazu SEHR strenge Einschränkungen aufweist.
Stehen Sie mal bei einem Ihrer Brüder (wenn ich mich recht erinnere) auf die Ladefläche und warten Sie bis er um einen Kreisel fährt. Was dann passiert werden Sie nicht für möglich halten!
LKW auf der Überholspur: Wenn ich auch bloss 3km/h schneller fahre und rtg. CZ will (Bsp.), jetzt auf der Hähe Luzern ein Ost-Block LKW vor mir fährt, dann überhole ich den, auch wenn SIE 3km hinter mir her fahren. DENN:
Roger M Mellert - BDP 10. Mai 2010 Verstoss melden
Stimmt, im Idealfall gehört der Langsamverkehr NICHT in den Kreisel, sondern auf eigene Spuren und Fahrbahnen. Nur ist dies bei uns aufgrund der Platzverhältnisse in dem meisten Fällen illusorisch. Folglich müssen alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen und umsichtig fahren.

Wenn wir schon von militanten Fahrradfahrern sprechen (zu denen ich mich nicht zähle - ich versuche, meinen Buben Vorbild zu sein) können wir auch die militanten Motorradfahrer nennen, welche bei Stau auf Kantons- und Nationalstrassen zur Schlangentaktik greifen. Zur Erinnerung: Töffs sind im Strassenverkehrsgesetz meines Wissens den Motorfahrzeugen gleichgestellt und haben im Stau zu stehen wie die Autos... Die weitaus häufigsten Verkehrsunfälle und bagatellen Karosserieschäden in italienischen Städten (als Beispiel) sind auf Roller- und Motorradfahrer zurück zu führen!
Thomas Kalau - Präsident glp Oberaargau, GLP 10. Mai 2010 Verstoss melden
Das ewige ungleichmässige hinterher fahren ist nicht ökologisch und gefährlich! Des Weiteren machen 3km/h auf 10 Stunden 30km aus. 30km mit 90km/h sind 20 Minuten! Wenn ich diese 20 Minuten sparen kann und somit früher Feierabend habe, dann tue ich dies! Wir arbeiten sonst schon lange genug. Deswegen bin ich auch ganz klar gegen die Erhöhung der Wochenstunden von 54 auf 60, wie es aktuell diskutiert wird. Oder ich will den Lohn eines Facharztes der 60h die Woche arbeitet und die selbe Verantwortung hat wie ich!

Ich habe einen Kleber auf meinem Auto, den viele evt. in anderer Form kennen. Viele kennen "Ich bremse für Tiere". Bei mir steht "Ich bremse für grössere"! Und das macht Sinn!
Roger M Mellert - BDP 10. Mai 2010 Verstoss melden
Ist Ihnen nicht bewusst wie unsinnig es ist, mit einem Kfz im Stau zu stehen, wenn es sich durchschlängeln kann. Das gibt Platz FÜR SIE! Es mindert den Stau margial, aber gönnen wir es doch jenen, dass sie fürher als wir zu Hause sind! Gesetze sind gut und recht, aber man muss Sie auf bestimmte Fälle differenziert anwenden. Darum ist unser Gesetz so fair. Weil es viel Spielraum für die Einzelheiten lässt.
Roger M Mellert - BDP 10. Mai 2010 Verstoss melden
@Roger Mellert: Die Kreiselprobleme betreffen mich sehr wohl - mit oder ohne LKW-Billet. Und dass ich vom Lasterfahren eine Ahnung haben sollte, habe ich ja nie behauptet.

Auf Ihrer Politics-Webseite sprechen Sie von "Politik mit Anstand" als BDP-Maxime. Folgend Sie dieser Maxime! Und übrigens gibt's den Ost-Block seit 1989 nicht mehr...
Thomas Kalau - Präsident glp Oberaargau, GLP 10. Mai 2010 Verstoss melden
PS: Wenn Sie sich als Verkehrsteilnehmer im Stau richtig verhielten würde KEIN Motorrad sie touchieren! Auf der linken Spur fährt man GANZ links und auf der rechten GANZ rechts. Dies weill evt. Einsatzfahrzeuge passieren müssen, und wenn dann jeder erst noch manövrieren muss, kommen die nicht vorwärts. Wo es Platz für Einsatzfahrzeuge hat, reicht der Platz auch für Motorräder!
Wenn ich mit einem Fw- Fahrzeug durch einen Stau muss, bin ich meist gezwungen den Pannenstreifen zu nutzen, was mir nicht erlaubt wäre. Dies nur weil die Menschen zu faul sind um zu denken... Um differenziert und vorausschauend zu handeln.
Stau = evt. Unfall =Polizei, Fw, Ambulanz--->Platz machen!
Aber leider macht jeder was ihm passt ohne zu überlegen ob etwas anderes sinnvoller wäre. Genau dasselbe im Kreisel... Wer muss für wen bremsen? Ob dies Sinnvoll ist dass jener der am wenigsten reagieren kann, jener der am wenigsten Rundumsicht hat und jener der am schnellsten irgendetwas kapput macht, bremsen soll?
Roger M Mellert - BDP 10. Mai 2010 Verstoss melden
Wie soll jener bremsen, wenn er gar nicht sehen kann, dass er bremsen müsste. Die perfekte Rundumsicht hat der VeloPilot. Der sollte aufpassen auf jene die weniger Freiraum haben, denn tut er es nicht, wird er überfahren... Dann jenem die Schuld zuweisen, der es gar nicht vorhersehen konnte, weil er den Velostrampler nicht sehen konnte ist mehr als UNSINNIG.
Roger M Mellert - BDP 10. Mai 2010 Verstoss melden
Bremsen für Grössere ist reiner Selbsterhaltungstrieb. Bremsen für Kleinere wäre Sicherheitsdenken und Respekt vor allen Verkehrsteilnehmern - v.a. diejenigen, die keinen Metall- oder Kunststoffumbau zum Schutz haben.
Thomas Kalau - Präsident glp Oberaargau, GLP 10. Mai 2010 Verstoss melden
Und übrigens gibt's den Ost-Block seit 1989 nicht mehr...

Mir kam gerade keine bessere zusammenfassende Bezeichnung in den Sinn. Was ich meine scheint aber offenbar klar rüber gekommen zu sein.
Roger M Mellert - BDP 10. Mai 2010 Verstoss melden
Besten Dank für die Fahrhinweise. Ich werde mir diese nach bald 30 unfallfreien Jahren zu Herzen nehmen...

Von wegen Rundumsicht: Ich sage ja nicht, dass LKWs bremsen und auf ihren Vortritt verzichten müssen. Aber Velofahrer haben auch keine perfekte Rundumsicht. Die wenigsten haben Augen am Hinterkopf, da ähneln sich Velopiloten und Trucker in natürlicher Weise. Und Rückspiegel haben Velos normalerweise weniger als LKWs, ganz zu schweigen von Videoüberwachung nach hinten.

Also, wenn wir uns alle ein bisschen anstrengen und die Verkehrsregeln befolgen und unsere Fahrspuren respektieren, sollte auch ein Kreisel keine grossen Hinternisse bieten.
Thomas Kalau - Präsident glp Oberaargau, GLP 10. Mai 2010 Verstoss melden
Und en Selbserhaltungstreib lässt uns überleben. Das Sicherheitsdenken erzeugt dahingehend mehr Unfälle... Weil es nicht natürlich dem Instinkt entspricht und somit bewusst (mit KOnzentration) angewendet werden muss...
Roger M Mellert - BDP 10. Mai 2010 Verstoss melden
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